Hortensie

Wann Hortensien schneiden?

Botanischer Name
Hydrangea macrophylla
Familie
Hydrangeaceae

Hortensien werden im April geschnitten. Sie werden von September bis Mai gepflanzt.

Hortensien sind Gehölze.

Die verblühten Blütenstände bleiben den ganzen Winter über am Strauch. Darunter sitzen die dicken Knospen für die nächste Blüte, und ein Schnitt im Herbst entfernt sie. In einem harten Winter erfrieren genau diese Knospen. Erst später werden die Blütenstände bis zum ersten kräftigen Knospenpaar zurückgeschnitten. Die ältesten Triebe werden dabei bodennah entfernt. Beim Schnitt werden Handschuhe getragen, weil die Pflanze ein Hautallergen enthält.

Volle Sonne vertragen Hortensien nur dort, wo der Boden im Sommer nicht austrocknet. In der Wachstumszeit wird gegossen, wenn längere Zeit kein durchdringender Regen gefallen ist.

Hortensie
Foto: Jules Verne Times Two · CC BY-SA 4.0

Hortensien im Jahreslauf

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Schnitt
Pflanzung
15913172125293337414549
  • Schnitt
  • Pflanzung

Kurz gefasst

Schnitt
im April
Woche 14 bis 18
Pflanzung
von September bis Mai
Woche 36 bis Woche 22 des nächsten Jahres
Schnittart
in der Ruhezeit
Pflanzabstand
1,5 m

Standort und Ansprüche

🪨
Boden
lehmig
☀️
Sonne
Halbschatten
💧
Wasser
mäßig viel
❄️
Frost
überwintert im Freien
📏
Höhe
90 bis 180 cm
⚠️
Giftigkeit
giftig für Mensch und Tier, giftige Teile: Rinde, Blätter und Blüten

Sind Hortensien giftig für Katzen und Hunde?

Ja. Giftig für Mensch und Tier, giftige Teile: Rinde, Blätter und Blüten.

Krankheiten und Schädlinge

Aufgeführt ist jedes Problem, bei dem die Quellen diese Pflanze als Wirt nennen. Die Liste ist nicht nach Häufigkeit geordnet.

Anzeichen
Kolonien kleiner Läuse an den Triebspitzen und auf der Blattunterseite. Das Blatt rollt sich ein und verkrüppelt, darunter bleibt klebriger Honigtau. Gefährlicher als der Fraß ist, dass sie Viren übertragen.
Vorbeugen
Nicht zu viel Stickstoff geben, denn weiches, saftiges Wachstum ist genau das, was Blattläuse suchen. Nützlinge fördern (Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen). Einen glänzenden Mulch auslegen, der sie vom Ansiedeln abhält, und die Kolonie mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Triebspitzen spülen.
Was tun
Kaliseife wirkt bei Kontakt und nur, solange sie nass ist, deshalb muss sie die Blattunterseite treffen. An trockenheitsliebenden Pflanzen und in der Hitze kann sie verbrennen, deshalb abends ausbringen.
Anzeichen
Die Pflanze stirbt plötzlich ab, oft mitten in der Saison und ohne vorheriges Kümmern. Löst man die Rinde in Bodennähe, liegt darunter ein weißer oder cremefarbener Pilzbelag, dünn wie die Haut eines Pilzes. Im Boden verlaufen schwarze oder braune Stränge wie Schnürsenkel. Im Spätsommer und Herbst erscheinen an Stümpfen oder über toten Wurzeln Büschel honigbrauner Pilze mit einem weißlichen Ring am Stiel.
Vorbeugen
Der Pilz breitet sich mit seinen Strängen im Boden aus, wenige Zentimeter bis gut eine Handbreit unter der Oberfläche, und infiziert die Wurzeln einer lebenden Pflanze, sobald er sie berührt. Deshalb keine Stümpfe und toten Wurzeln im Boden lassen. Völlig widerstandsfähig ist keine Pflanze, besonders empfindlich sind aber Liguster, Flieder, Schneeball, Weigelie, Forsythie, Sommerflieder, Rhododendron, Thuja und Walnuss.
Was tun
Mittel gibt es nicht. Das Einzige, was wirkt, ist das Ausgraben und Entfernen aller befallenen Wurzeln und Stümpfe. Damit nimmt man dem Pilz die Nahrung, ohne die die Stränge im Boden nicht wachsen. Eine senkrechte Sperre aus Gummi- oder dicker Kunststofffolie, etwa einen halben Meter tief eingegraben und einige Zentimeter über dem Boden stehend, stoppt die Ausbreitung in einen nicht befallenen Gartenteil.
Anzeichen
Ein weißer, mehliger Belag auf den Blättern, zuerst auf den unteren und älteren. Das Blatt darunter vergilbt und vertrocknet. Die Früchte bleiben klein, weil der Pflanze Blattfläche fehlt.
Vorbeugen
Widerstandsfähige Sorten, luftiger Abstand und Sonne, aufgeräumte Reste am Ende der Saison. Anders als die meisten Pilze wird er von nassem Laub nicht gefördert, denn er breitet sich bei Hitze und hoher Luftfeuchte aus, auch in einem trockenen Sommer.
Was tun
Ölpräparate, die gegen Echten Mehltau an Kürbisgewächsen bestimmt sind, wirken bei Kontakt. Ein bereits befallenes Blatt heilen sie nicht, sie stoppen aber die Ausbreitung auf gesunde. Bei Kräutern stattdessen die befallenen Triebe zurückschneiden, denn der Neuaustrieb kommt sauber. Bei Zierstauden bleiben Abstand und Feuchte.
Anzeichen
Die halbrunden Buchten an den Blatträndern im Sommer sind das Werk der ausgewachsenen Käfer und schaden der Pflanze wenig. Gefährlich sind die Larven: Weiße, madenartige Larven mit brauner Kopfkapsel fressen die Wurzeln, die Pflanze lässt plötzlich die Blätter hängen und geht ein, meist zwischen Herbst und Frühjahr.
Vorbeugen
Am stärksten gefährdet sind Pflanzen in Töpfen und Kästen. Im Beet ist der Schaden seltener. Beim Umtopfen Wurzeln und Substrat prüfen und die Larven herauslesen. Die ausgewachsenen Käfer findet man abends mit einer Lampe, wenn sie über die Pflanzen kriechen.
Was tun
Absammeln der Käfer am Abend, Leimfallen im Innenraum und ein Substratwechsel samt Entfernen der Larven. Ein Insektizid gibt es nicht. Als biologischen Schutz Nützlingsnematoden am Ende des Sommers ins Substrat gießen, solange die Larven noch klein sind.

Vor dem Einsatz Zulassung und Etikett prüfen.

Behalte deine Pflanzen mit Tendask im Blick

Halte die Arbeit fest und stelle eine Erinnerung für das nächste Mal. Jede Pflanze behält ihre eigene Geschichte, du musst also nicht raten.

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Quellen zur Pflanze: GBIF Backbone Taxonomy, NC State Extension Plant Toolbox, Oregon State University, Royal Horticultural Society, Wikidata. Geprüft zwischen dem 14. und dem 28. August 2026. Die Beschreibungen der Probleme stützen sich außerdem auf: Clemson Cooperative Extension, KGZS, UF/IFAS Extension, University of Illinois Extension, University of Maryland Extension, University of Wisconsin-Madison Division of Extension, Utah State University Extension.