Dill

Wann Dill säen?

Botanischer Name
Anethum graveolens
Familie
Apiaceae

Der Dill wird von April bis Juli ins Freiland gesät, 1 cm tief. Er keimt in 7 bis 25 Tagen. Er wird von Juni bis Oktober geerntet.

Der Dill ist eine einjährige Pflanze. Essbar sind die Blätter, Blüten und Samen.

Für die Blätter wird der Dill laufend geschnitten, und er treibt jedes Mal nach. Eine blühende Pflanze wird deutlich höher und setzt Samen an.

Ein Sämling wird verpflanzt, bevor sich die Pfahlwurzel gebildet hat. Später wächst er nach dem Verpflanzen nicht mehr an.

Bei Wassermangel schosst der Dill schnell, und bei längerer Trockenheit wird er gegossen. Sobald er Samen angesetzt hat, kommt er mit trockenerem Boden zurecht.

Dill
Foto: Bff · CC BY-SA 3.0

Dill im Jahreslauf

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Vorkultur
Auspflanzen
Aussaat ins Freiland
Ernte
15913172125293337414549
  • Vorkultur
  • Auspflanzen
  • Aussaat ins Freiland
  • Ernte

Kurz gefasst

Aussaat ins Freiland
von April bis Juli
Woche 14 bis 31
Das Fenster beginnt sechs Wochen vor dem letzten Frost
Vorkultur
von Februar bis Juni
Woche 9 bis 26
Das Fenster beginnt elf Wochen vor dem letzten Frost
Auspflanzen
von April bis August
Woche 17 bis 35
Das Fenster beginnt drei Wochen vor dem letzten Frost
Saattiefe
1 cm
Abstand in der Reihe
20 bis 23 cm
30 cm zwischen den Reihen
Keimdauer
7 bis 25 Tage
Keimtemperatur
15 °C
Bis zur Reife
42 bis 56 Tage
Ernte
von Juni bis Oktober
Woche 23 bis 42
Folgesaat
alle 21 Tage

Der letzte Frost fällt nicht überall auf denselben Tag. Die angegebenen Wochen sind deshalb ein Anhaltspunkt und kein Datum.

Standort und Ansprüche

🪨
Boden
lehmig
🧪
pH
5,5 bis 7
☀️
Sonne
volle Sonne
💧
Wasser
wenig
❄️
Frost
verträgt leichten Frost
🌱
Nährstoffe
Mittelzehrer
🔁
Fruchtfolge
frühestens im vierten Jahr
📏
Höhe
60 bis 150 cm

Ist der Dill giftig für Katzen und Hunde?

Nein. Der Dill ist nicht giftig für Katzen und Hunde.

Nachbarn im Beet

Die Mischkultur ist gärtnerische Überlieferung und keine agronomische Aussage. Festgehalten ist, welche Paare die Quellen empfehlen und von welchen sie abraten.

✗ Karotte belegt

Dieselbe Familie. Möhren neben Dill bleiben im Wuchs zurück, und die beiden können sich kreuzen.

  • „Belegt“ heißt, dass eine oder zwei Quellen das Paar nennen.

Krankheiten und Schädlinge

Aufgeführt ist jedes Problem, bei dem die Quellen diese Pflanze als Wirt nennen. Die Liste ist nicht nach Häufigkeit geordnet.

Anzeichen
Kolonien kleiner Läuse an den Triebspitzen und auf der Blattunterseite. Das Blatt rollt sich ein und verkrüppelt, darunter bleibt klebriger Honigtau. Gefährlicher als der Fraß ist, dass sie Viren übertragen.
Vorbeugen
Nicht zu viel Stickstoff geben, denn weiches, saftiges Wachstum ist genau das, was Blattläuse suchen. Nützlinge fördern (Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen). Einen glänzenden Mulch auslegen, der sie vom Ansiedeln abhält, und die Kolonie mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Triebspitzen spülen.
Was tun
Kaliseife wirkt bei Kontakt und nur, solange sie nass ist, deshalb muss sie die Blattunterseite treffen. An trockenheitsliebenden Pflanzen und in der Hitze kann sie verbrennen, deshalb abends ausbringen.
Anzeichen
Ein weißer, mehliger Belag auf den Blättern, zuerst auf den unteren und älteren. Das Blatt darunter vergilbt und vertrocknet. Die Früchte bleiben klein, weil der Pflanze Blattfläche fehlt.
Vorbeugen
Widerstandsfähige Sorten, luftiger Abstand und Sonne, aufgeräumte Reste am Ende der Saison. Anders als die meisten Pilze wird er von nassem Laub nicht gefördert, denn er breitet sich bei Hitze und hoher Luftfeuchte aus, auch in einem trockenen Sommer.
Was tun
Ölpräparate, die gegen Echten Mehltau an Kürbisgewächsen bestimmt sind, wirken bei Kontakt. Ein bereits befallenes Blatt heilen sie nicht, sie stoppen aber die Ausbreitung auf gesunde. Bei Kräutern stattdessen die befallenen Triebe zurückschneiden, denn der Neuaustrieb kommt sauber. Bei Zierstauden bleiben Abstand und Feuchte.
Anzeichen
Unregelmäßige Löcher mitten im Blatt statt am Rand, junge Pflanzen bis zum Boden abgefressen, morgens Schleimspuren. An tief hängenden Früchten ausgefressene Mulden.
Vorbeugen
Verstecke am Beetrand entfernen: Bretter, Steine, dichtes Unkraut. Morgens gießen und nicht abends, damit die Nacht trocken bleibt. Um das Beet einen Streifen groben Sand oder Kies aufbringen. Junge Pflanzen mit Vlies abdecken. Bei Nacht absammeln, was nach wie vor am wirksamsten ist.
Was tun
Köder mit Eisenphosphat gelten als weniger riskant für Haustiere und Kinder. Sie in Streifen am Beet auslegen, nicht über die ganze Fläche verteilt.

Vor dem Einsatz Zulassung und Etikett prüfen.

Behalte deine Pflanzen mit Tendask im Blick

Halte die Arbeit fest und stelle eine Erinnerung für das nächste Mal. Jede Pflanze behält ihre eigene Geschichte, du musst also nicht raten.

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Verwandte Pflanzen

Die Pflanzen unten gehören zur selben botanischen Familie (Apiaceae).

Quellen zur Pflanze: BUND Region Hannover, Clemson Cooperative Extension, GBIF Backbone Taxonomy, KGZS, NC State Extension Plant Toolbox, Royal Horticultural Society, Semenarna Ljubljana, University of Georgia Extension, Utah State University Extension, Wikidata. Geprüft zwischen dem 14. und dem 28. August 2026. Die Beschreibungen der Probleme stützen sich außerdem auf: KGZS, UF/IFAS Extension, University of Maryland Extension, University of Wisconsin-Madison Division of Extension.