Bohne

Wann Bohnen säen?

Botanischer Name
Phaseolus vulgaris
Familie
Fabaceae

Bohnen werden von Mai bis Juni ins Freiland gesät, 3 cm tief. Sie werden von Juli bis Oktober geerntet.

Bohnen sind einjährige Pflanzen. Essbar sind die Früchte und Samen.

In kaltem und nassem Boden fault das Saatgut, bevor es keimt.

Die Sorte entscheidet, ob Buschbohnen oder Stangenbohnen im Beet stehen. Buschbohnen werden bis 45 cm hoch und stehen in Reihen. Stangenbohnen winden sich an einer Stange bis 3,6 m hoch und tragen noch Wochen weiter, wenn die Buschbohnen abgeerntet sind.

Die Bohnenkerne enthalten Phytohämagglutinin, auch die in jungen Hülsen. Kochen zerstört es. Roh oder nicht ausreichend gekocht lösen die Kerne heftige Übelkeit, Erbrechen und Durchfall aus.

Bohne
Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0

Bohnen im Jahreslauf

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Vorkultur
Auspflanzen
Aussaat ins Freiland
Ernte
15913172125293337414549
  • Vorkultur
  • Auspflanzen
  • Aussaat ins Freiland
  • Ernte

Kurz gefasst

Aussaat ins Freiland
von Mai bis Juni
Woche 21 bis 26
Das Fenster beginnt eine Woche nach dem letzten Frost
Vorkultur
von April bis Mai
Woche 17 bis 19
Das Fenster beginnt drei Wochen vor dem letzten Frost
Auspflanzen
von Mai bis Juni
Woche 21 bis 23
Das Fenster beginnt eine Woche nach dem letzten Frost
Saattiefe
3 cm
Abstand in der Reihe
5 bis 15 cm
45 bis 90 cm zwischen den Reihen
Keimtemperatur
16 °C
Bis zur Reife
55 Tage
Ernte
von Juli bis Oktober
Woche 29 bis 40
Folgesaat
alle 14 Tage

Der letzte Frost fällt nicht überall auf denselben Tag. Die angegebenen Wochen sind deshalb ein Anhaltspunkt und kein Datum.

Standort und Ansprüche

🪨
Boden
lehmig
🧪
pH
5,5 bis 6,5
☀️
Sonne
volle Sonne
💧
Wasser
mäßig viel
❄️
Frost
verträgt keinen Frost
🌱
Nährstoffe
Schwachzehrer
🔁
Fruchtfolge
frühestens im vierten Jahr
📏
Höhe
0,45 bis 3,6 m
⚠️
Giftigkeit
in rohem Zustand giftig für Menschen, giftige Teile: Samen

Sind Bohnen giftig für Menschen?

In rohem Zustand giftig für Menschen, giftige Teile: Samen.

Nachbarn im Beet

Die Mischkultur ist gärtnerische Überlieferung und keine agronomische Aussage. Festgehalten ist, welche Paare die Quellen empfehlen und von welchen sie abraten.

✓ Brokkoli belegt
✓ Gurke belegt

Neben Gurken kommen die Nachbarn an den Beetrand.

✓ Kohlrabi belegt

Kohlrabi ist eine schnelle Zwischenkultur.

✓ Kürbis vielfach belegt

Teil der Drei Schwestern. Es gilt für Kürbisse allgemein, also auch für Zucchini.

✓ Mais vielfach belegt

Teil der Drei Schwestern und eine jahrtausendealte Praxis. Die Bohne muss eine Stangensorte sein und der Mais vorher hoch genug.

✓ Radieschen belegt
✓ Sellerie belegt
✓ Sonnenblume belegt

Die Sonnenblume als lebende Stütze statt einer Stange. Das gelingt nur, wenn sie einige Wochen früher gesät wird.

✓ Zucchini belegt
  • „Vielfach belegt“ heißt, dass drei oder mehr unabhängige Quellen das Paar nennen.
  • „Belegt“ heißt, dass eine oder zwei Quellen das Paar nennen.

Krankheiten und Schädlinge

Aufgeführt ist jedes Problem, bei dem die Quellen diese Pflanze als Wirt nennen. Die Liste ist nicht nach Häufigkeit geordnet.

Anzeichen
Kleine Einbohrlöcher am Stängel mit Bohrmehl, das an Sägespäne erinnert. Darüber welkt das Laub oder der Stängel knickt ab.
Vorbeugen
Im Herbst die Stängel entfernen oder zerkleinern, in denen die Raupen überwintern: dicht über dem Boden abschneiden und mulchen, einarbeiten oder vom Beet schaffen. Das ist der stärkste Eingriff, weil er dem Schädling das Winterquartier nimmt.
Was tun
Den befallenen Stängel unterhalb des Einbohrlochs aufschlitzen und die Raupe vernichten. Auf einem kleinen Beet ist das machbar und genauer als eine Spritzung, die eine Raupe im Stängel ohnehin nicht erreicht.
Anzeichen
Ein weißer, mehliger Belag auf den Blättern, zuerst auf den unteren und älteren. Das Blatt darunter vergilbt und vertrocknet. Die Früchte bleiben klein, weil der Pflanze Blattfläche fehlt.
Vorbeugen
Widerstandsfähige Sorten, luftiger Abstand und Sonne, aufgeräumte Reste am Ende der Saison. Anders als die meisten Pilze wird er von nassem Laub nicht gefördert, denn er breitet sich bei Hitze und hoher Luftfeuchte aus, auch in einem trockenen Sommer.
Was tun
Ölpräparate, die gegen Echten Mehltau an Kürbisgewächsen bestimmt sind, wirken bei Kontakt. Ein bereits befallenes Blatt heilen sie nicht, sie stoppen aber die Ausbreitung auf gesunde. Bei Kräutern stattdessen die befallenen Triebe zurückschneiden, denn der Neuaustrieb kommt sauber. Bei Zierstauden bleiben Abstand und Feuchte.

Vor dem Einsatz Zulassung und Etikett prüfen.

Behalte deine Pflanzen mit Tendask im Blick

Halte die Arbeit fest und stelle eine Erinnerung für das nächste Mal. Jede Pflanze behält ihre eigene Geschichte, du musst also nicht raten.

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Verwandte Pflanzen

Die Pflanzen unten gehören zur selben botanischen Familie (Fabaceae).

Quellen zur Pflanze: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Clemson Cooperative Extension, GBIF Backbone Taxonomy, KGZS Kmetijsko gozdarska zbornica Slovenije, KGZS Zavod Ljubljana, NC State Extension Plant Toolbox, Royal Horticultural Society, Semenarna Ljubljana, University of Illinois Extension, University of Maryland Extension, Utah State University Extension, Wikidata. Geprüft zwischen dem 14. und dem 28. August 2026. Die Beschreibungen der Probleme stützen sich außerdem auf: EPPO Global Database, UF/IFAS Extension, University of Wisconsin-Madison Division of Extension.